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Finanzielle Absicherung bei schweren Krankheiten. Die Dread-Disease-Versicherung schützt vor den finanziellen Folgen beim Eintreten schwerer Krankheiten, die im Versicherungsschein definiert sind. Sie zahlt einmalig die vereinbarte Summe aus. Für diejenigen, die aufgrund von Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen können, ist sie eine Alternative. Es spielt keine Rolle, ob der Versicherungsnehmer trotz seiner Erkrankung weiterhin arbeitet. Umfassender schützt meist eine Berufsunfähigkeitsversicherung – ob sie für Sie erhältlich ist, zeigt ein kostenfreier Vergleich.
Was ist eine Dread-Disease-Versicherung?
Die Dread-Disease-Versicherung zahlt einmalig die im Versicherungsschein definierte Summe aus, wenn der Versicherungsnehmer eine schwerwiegende Krankheit erleidet, die in den Vertragsbedingungen definiert ist. Dread Disease bedeutet schwere oder gefürchtete Krankheit, auf Deutsch spricht man auch von einer Schwere-Krankheiten-Versicherung.
Die Dread-Disease-Versicherung ist also eine Absicherung schwerer Erkrankungen, die für den Versicherten mit schwerwiegenden finanziellen Folgen einhergehen können. Das bedeutet nicht nur den Verlust der Erwerbsfähigkeit, sondern auch Kosten für teure medizinische Behandlungen, komplizierte Operationsverfahren oder für Pflege.
Welche und wie viele Krankheiten versichert werden, ist je nach Anbieter unterschiedlich. Im Versicherungsvertrag sind die Erkrankungen eindeutig definiert, ihre Anzahl ist zudem beschränkt. So wollen Versicherer Klarheit schaffen, für welche Erkrankungen eine Leistung erfolgt und für welche nicht. Die Versicherungssumme wird nur dann ausgezahlt, wenn Ihr behandelnder Arzt bei Ihnen eine in den Vertragsbedingungen definierte Erkrankung diagnostiziert.
Bislang ist die Dread-Disease-Versicherung auf dem deutschen Markt noch wenig bekannt und somit recht beratungsintensiv. Die Versicherungspolicen unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander. Daher empfiehlt es sich, das Bedingungswerk genau unter die Lupe zu nehmen, um vor bösen Überraschungen geschützt zu sein.
Wie funktioniert die Dread-Disease-Versicherung?
Beim Abschluss werden eine Laufzeit und eine Versicherungssumme festgelegt; diagnostiziert ein Arzt während der Laufzeit eine der versicherten Erkrankungen, wird die Summe einmalig ausgezahlt. Die Dread-Disease-Versicherung ist eine Personenversicherung und kann als selbstständige Versicherung zum Schutz vor den finanziellen Folgen einer schweren Erkrankung abgeschlossen werden. Sie ist aber auch als Zusatzbaustein zu einer Renten- oder Lebensversicherung abschließbar. Es gibt unterschiedliche Tarife, die verschiedene schwerwiegende Erkrankungen beinhalten.
Sie erhalten eine einmalige Zahlung. Eine monatliche Rentenzahlung, so wie sie bei der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung erfolgt, gibt es nicht. Die Versicherung zahlt nicht, wenn der Arzt bei Ihnen eine Erkrankung feststellt, die nicht in den Vertragsbedingungen definiert ist. Die ausgezahlte Versicherungssumme können Sie beliebig verwenden, beispielsweise für den behindertengerechten Umbau Ihres Hauses, einen Pflegedienst, medizinische Behandlungen oder Kuren. Die Versicherungssumme wird Ihnen auch ausgezahlt, wenn Sie trotz Ihrer Erkrankung noch arbeiten.
Die Dread-Disease-Versicherung gibt es in zwei Formen:
| Form | Leistung am Ende der Laufzeit | Beitrag |
|---|---|---|
| als Risikoversicherung | keine – Absicherung nur gegen das Risiko | deutlich günstiger |
| als kapitalbildende Lebensversicherung | angesammeltes Kapital wird ausgezahlt, wenn kein Leistungsfall eingetreten ist | höher |
Bei welchen Krankheiten zahlt die Dread-Disease-Versicherung?
Fast alle Tarife versichern Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall; darüber hinaus hat jeder Versicherer einen eigenen Krankheitskatalog, und die meisten Erkrankungen müssen einen bestimmten Schweregrad erreichen. Bei fast allen Anbietern werden auch Multiple Sklerose, Erkrankungen des Zentralnervensystems, aber auch Operationen wie Organtransplantationen oder Bypass-Operationen sowie der Verlust von elementaren Fähigkeiten wie Hören oder Sehen versichert. Einige Anbieter versichern auch schwere Verbrennungen oder Amputationen von Gliedmaßen.
Häufig in den Krankheitskatalogen enthalten sind:
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Krebs und Tumoren | Krebs, gutartiger Hirntumor |
| Herz und Gefäße | Herzinfarkt, Schlaganfall, Bypass-Operation, Herzklappen-Operation, Aorta-Operation |
| Nervensystem | Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Alzheimer-Demenz, Querschnittslähmung |
| Organe | Nierenversagen, Organtransplantation |
| Sinne und Körper | Blindheit, Taubheit, Sprachverlust, Verlust von Gliedmaßen, schwere Verbrennungen |
Manche Tarife leisten zusätzlich bei Pflegebedürftigkeit, bei vollständiger Berufsunfähigkeit oder bei Erwerbsunfähigkeit. Auch wenn die Liste der versicherbaren Krankheiten durchaus lang ist, sind nicht in jedem Tarif alle diese Krankheiten versichert. Bestimmte Krankheiten lassen sich nur gegen einen Mehrbeitrag einschließen. Aufgrund dieser Umstände sollten die Bedingungen der einzelnen Versicherer genau hinterfragt werden.
Spezielle Dread-Disease-Versicherung für Frauen: Nach den Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut erkrankt etwa eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Einige Anbieter haben daher spezielle Dread-Disease-Versicherungen für Frauen im Portfolio, die schwere, frauentypische Krankheiten absichern. Abhängig vom Tarif können unter anderem auch Kosten für den Brustaufbau abgedeckt werden, sofern dieser nach einer Brustentfernung gewünscht ist.
Was ist der Unterschied zur Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung?
Anders als die Berufsunfähigkeits- und die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt die Dread-Disease-Versicherung keine monatliche Rente, sondern einmalig die vereinbarte Versicherungssumme – und zwar unabhängig davon, ob Sie noch arbeiten können. Im Gegensatz zur Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist es für die Zahlung nicht relevant, ob der Versicherungsnehmer noch seinen aktuellen Beruf zumindest stundenweise oder eine andere Tätigkeit ausüben kann. Es spielt auch keine Rolle, ob die Erkrankung beim Versicherten zu bleibenden gesundheitlichen Schäden führt.
Die Auszahlung der Versicherungssumme erfolgt zeitnah nach der Feststellung der Erkrankung und nicht erst dann, wenn der Versicherte seine berufliche Tätigkeit nicht mehr ausführen kann. Allerdings gilt als Voraussetzung für die Leistung, dass die Erkrankung ein bestimmtes Stadium erreicht. Im Gegensatz zu Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung endet der Vertrag in der Regel mit der Auszahlung der Versicherungssumme. Tritt danach eine weitere Erkrankung ein, die auch in den Vertragsbedingungen definiert ist, besteht kein Versicherungsschutz mehr. Die vertraglich vereinbarte Summe wird im Leistungsfall in voller Höhe gezahlt.
| Merkmal | Berufsunfähigkeitsversicherung | Erwerbsunfähigkeitsversicherung | Dread-Disease-Versicherung |
|---|---|---|---|
| Leistungsauslöser | Beruf zu mind. 50 % nicht mehr möglich | keine Tätigkeit mehr mind. 3 Stunden täglich möglich | Diagnose einer versicherten schweren Krankheit |
| Leistung | monatliche Rente | monatliche Rente | Einmalzahlung |
| psychische Erkrankungen | versichert | versichert | in der Regel nicht versichert |
| nach dem Leistungsfall | Rente läuft, solange die BU besteht | Rente läuft, solange die EU besteht | Vertrag endet meist |
Anders als bei der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung deckt die Dread-Disease-Versicherung nicht alle Ursachen ab, die einen Verlust der Arbeitskraft zur Folge haben.
Welche Leistungen gibt es vom Staat bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeit?
Eine staatliche Berufsunfähigkeitsrente erhalten nur noch Menschen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind; alle Jüngeren bekommen allenfalls eine Erwerbsminderungsrente, wenn sie in keinem Beruf mehr mindestens drei bzw. sechs Stunden täglich arbeiten können. Aufgrund des Gesetzes zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gibt es seit dem 1. Januar 2001 für Versicherte, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr (§ 240 SGB VI). Sie erhalten keine Leistungen vom Staat, solange sie noch in der Lage sind, mehr als sechs Stunden am Tag in irgendeinem Beruf zu arbeiten.
Die volle Erwerbsminderungsrente wird gezahlt, wenn Sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage sind, mindestens drei Stunden am Tag einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Die Art der Tätigkeit spielt dabei keine Rolle. Ein Dachdecker, der berufsunfähig wird, könnte beispielsweise noch als Telefonist oder Pförtner arbeiten. Umso wichtiger ist daher eine private Absicherung für den Ernstfall. Mehr zu Voraussetzungen und Höhe der Erwerbsminderungsrente lesen Sie auf unserer Seite zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung.
Kann die Dread-Disease-Versicherung die Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzen?
Nein, die Dread-Disease-Versicherung ist kein Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung oder die Erwerbsunfähigkeitsversicherung – sie ist aber eine Alternative, wenn eine BU wegen Vorerkrankungen nicht möglich ist. Sie bietet keinen so umfassenden Schutz wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die alle gesundheitlichen Ursachen versichert, die zu einer Berufsunfähigkeit führen. Auch die Verbraucherzentralen raten, zuerst nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu suchen.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung tritt bei Unfällen und den verschiedensten Erkrankungen ein, die eine Berufsunfähigkeit von voraussichtlich mehr als sechs Monaten zur Folge haben. Im Gegensatz dazu zahlt die Dread-Disease-Versicherung nur bei schweren Erkrankungen, die in den Vertragsbedingungen vereinbart sind.
Viele Erkrankungen sind vom Leistungsumfang der Dread-Disease-Versicherung ausgeschlossen, darunter chronische Rückenbeschwerden und psychische Erkrankungen. Gerade psychische Leiden sind aber nach Zahlen des GDV mit 38 % die häufigste Ursache einer Berufsunfähigkeit. Ein gutes Beispiel ist auch der Bandscheibenvorfall: Bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist das Risiko abgesichert, wegen der Erkrankung dem derzeitigen oder gar keinem Beruf mehr nachgehen zu können. Bei der Dread-Disease-Versicherung entsteht der Anspruch nur, wenn eine im Vertrag aufgeführte schwere Erkrankung diagnostiziert wird.
Die Dread-Disease-Versicherung ist jedoch eine Alternative, wenn Sie aufgrund von Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können. Menschen mit Vorerkrankungen erhalten mit dieser Versicherung wenigstens einen Teilschutz, wenn sie aufgrund einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten können. Die Dread-Disease-Versicherung bietet abgespeckten Versicherungsschutz zu einem gemessen am Leistungsumfang vergleichsweise hohen Preis.
Welche Vor- und Nachteile hat die Dread-Disease-Versicherung?
Vorteil ist die frei verfügbare Einmalzahlung schon bei Diagnose, Nachteil der begrenzte Krankheitskatalog ohne psychische Erkrankungen.
Dread-Disease-Versicherung: Vor- und Nachteile
Dafür spricht
- Finanzielle Absicherung im Falle einer schweren Erkrankung: Betroffene müssen sich nicht zusätzlich Sorgen um die Finanzen machen.
- Leistung unabhängig davon, ob Sie noch arbeiten können – schon kurz nach der Diagnose.
- Individuelle Absicherung: Höhe der Leistung und Vertragslaufzeit lassen sich in der Regel frei festlegen.
- Sparanteil möglich: Bei einigen Versicherern wird am Ende der Laufzeit ohne Leistungsfall ein Betrag ausgezahlt.
- Beitrag im Vergleich zu einer BU oft niedriger, und mit Vorerkrankungen manchmal leichter zu bekommen.
Dagegen spricht
- Leistung nur bei den im Vertrag aufgeführten schweren Erkrankungen und erst ab einem bestimmten Schweregrad.
- Keine Absicherung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Burn-out.
- Gesundheitsfragen: Bei Vorerkrankungen drohen Ausschlüsse, Risikozuschläge oder eine Ablehnung.
- Wartezeiten, in denen für bestimmte Krankheiten noch kein Schutz besteht.
- Einmalzahlung statt laufender Rente; der Vertrag endet meist nach dem Leistungsfall.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Als Faustregel sollten Sie als Versicherungssumme das Drei- bis Fünffache Ihres aktuellen Jahresnettoeinkommens einplanen. Da Sie im Versicherungsfall von der Dread-Disease-Versicherung keine monatliche Rentenzahlung, sondern eine einmalige Zahlung erhalten, sollten Sie sorgfältig überlegen, wie hoch die Versicherungssumme ausfallen soll.
Gerade dann, wenn Sie eine Dread-Disease-Versicherung abschließen, weil eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund von Vorerkrankungen nicht in Frage kommt, muss die Versicherungssumme hoch genug gewählt werden, damit Sie eine lange Zeit mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit überbrücken können.
So können Sie über mehrere Jahre einen Teil Ihres monatlichen Nettoeinkommens entnehmen – je nach Summe und Dauer etwa 30 bis 80 Prozent –, wenn Sie die Versicherungssumme nicht für den behindertengerechten Umbau Ihres Hauses oder teure ärztliche Behandlungen verwenden.
Was beeinflusst die Kosten der Dread-Disease-Versicherung?
Die Kosten hängen vor allem von Eintrittsalter und Versicherungssumme ab, außerdem von Laufzeit, Gesundheitszustand und dem Umfang des Krankheitskatalogs. Die Beiträge fallen umso höher aus, je höher Sie die Versicherungssumme vereinbaren und je älter Sie beim Abschluss der Versicherung sind. Weitere Faktoren, die Einfluss auf die Kosten haben, sind die vereinbarten Leistungen und Tarife. Die Tarife enthalten unterschiedlich viele versicherte Krankheitsbilder und verschiedene Leistungen, beispielsweise
- Nachversicherungsgarantie
- Mitversicherung minderjähriger Kinder
- Höchstversicherungssummen
- dynamische Anpassung der Beiträge
Auch die vereinbarte Laufzeit, der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers und verschiedene Zusatzoptionen wie die Absicherung des Todesfalls wirken sich auf die Höhe der Beiträge aus. Da die verschiedenen Versicherer ganz unterschiedliche Tarife anbieten und sich in der Höhe der Kosten unterscheiden, ist ein Vergleich der Konditionen wichtig.
Worauf sollte man vor dem Vertragsabschluss achten?
Wichtiger als die Anzahl der versicherten Krankheiten ist, ab welchem Stadium der Versicherer zahlt, wie häufig diese Krankheiten auftreten und wie lang Warte- und Karenzzeit sind. Möchten Sie eine Dread-Disease-Versicherung abschließen, sollten Sie nicht nur die Versicherungssumme und die Laufzeit gründlich kalkulieren.
Bei einigen Anbietern wird zwischen Netto- und Bruttobeitrag unterschieden. Den Nettobeitrag zahlen Sie zu Beginn der Laufzeit. Der Versicherer kann die Beiträge maximal bis zum Bruttobeitrag erhöhen, wenn er Risiken und Anlagegewinne nicht richtig vorhergesagt hat.
Sie sollten die Wartezeit beachten, da einige Krankheiten erst nach drei oder sechs Monaten, bei manchen Tarifen auch erst nach bis zu einem Jahr versichert sind; gute Tarife verzichten darauf oder halten sie kurz. Ein weiteres Kriterium vor dem Abschluss der Versicherung ist die Karenzzeit. Wurde eine Erkrankung bei Ihnen diagnostiziert, gilt noch eine Karenzzeit, bis die Versicherung tatsächlich zahlt. Abhängig vom Anbieter beträgt diese Karenzzeit meistens 14 bis 28 Tage. Bei verschiedenen Erkrankungen kann sie noch länger dauern, da die Schwere der Beeinträchtigung erst nach einer bestimmten Zeit feststellbar ist.
Bevor Sie eine Dread-Disease-Versicherung abschließen, sollten Sie prüfen, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Sie sinnvoller ist. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet umfangreicheren Schutz und kann mit verschiedenen Zusatzleistungen wie einer Absicherung im Todesfall vereinbart werden. Eine Gesundheitsprüfung erfolgt auch vor dem Abschluss einer Dread-Disease-Versicherung.
Überlegungen vor dem Abschluss
- Habe ich Vorerkrankungen, die einen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung verhindern?
- Welche Laufzeit möchte ich wählen?
- Wie hoch sollte ich die Versicherungssumme wählen?
- Welcher Tarif ist geeignet, und welche Krankheiten deckt sein Katalog ab?
- Sollte ich minderjährige Kinder mitversichern?
- Sollte ich eine Leistung im Todesfall vereinbaren?
- Ist eine Dynamisierung der Beiträge sinnvoll?
- Wie lang ist die Wartezeit?
- Wie lang ist die Karenzzeit?
Individuelle Beratung und Vergleich sind wichtig: Da die verschiedenen Anbieter unterschiedliche Tarife im Programm haben und sich in ihren Kosten unterscheiden, ist vor dem Abschluss der Dread-Disease-Versicherung eine individuelle Beratung wichtig. Sie erfahren, welche Versicherung sich in Ihrem persönlichen Fall am besten eignet und welche Zusatzleistungen für Sie sinnvoll sind. Der Vergleich zeigt Ihnen die Prämien der verschiedenen Anbieter und die enthaltenen Leistungen. Beratung und Vergleich helfen Ihnen, die für Sie geeignete Versicherung zu finden und Kosten zu sparen.
Für wen ist eine Dread-Disease-Versicherung sinnvoll?
Sinnvoll ist die Dread-Disease-Versicherung vor allem für Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen weder eine Berufs- noch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung erhalten. Zu beachten ist jedoch, dass sich diese Versicherungen nicht direkt mit der Dread-Disease-Versicherung vergleichen lassen: Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung leisten auch bei psychischen Erkrankungen sowie bei nicht eindeutig „schweren Krankheiten“.
Für Personen, die einen krankheitsbedingten Einkommensausfall umfassend absichern möchten, ist die Dread-Disease-Versicherung nur bedingt geeignet. Ratsam ist sie allerdings, wenn eine zusätzliche Vorsorge für den Ernstfall geschaffen werden soll. So kann sichergestellt werden, dass im Falle des Eintritts einer schweren Erkrankung eine finanzielle Unterstützung vorhanden ist.
Welche Alternativen gibt es zur Dread-Disease-Versicherung?
Die beste Alternative zur Dread-Disease-Versicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung, da sie die umfangreichste Absicherung bietet. Eine weitere Alternative ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, bei der die Leistungen im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung eingeschränkt sind, aber auch die Gesundheitsprüfung weniger umfangreich ist. Eine weitere Alternative kann eine Grundfähigkeits- oder Funktionsinvaliditätsversicherung sein. Einen Überblick über alle Formen der Arbeitskraftabsicherung gibt der Beitrag Arbeitskraftabsicherungen – welche sind für wen geeignet?
Häufige Fragen
Was ist eine Dread-Disease-Versicherung?
Welche Krankheiten sind in der Dread-Disease-Versicherung versichert?
Ersetzt die Dread-Disease-Versicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Was sind Wartezeit und Karenzzeit?
Für wen ist eine Dread-Disease-Versicherung sinnvoll?
Quellen (4)· Stand September 2026· Redaktion: Christian Fröhner
- Verbraucherzentrale Bundesverband: Dread-Disease-Versicherung – eine Alternative gegen Berufsunfähigkeit?
- Robert Koch-Institut, Zentrum für Krebsregisterdaten: Brustkrebs (Mammakarzinom) (2023)
- Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): 7 Fakten zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Ursachen 2024) (2025)
- Bundesministerium der Justiz: Sozialgesetzbuch VI, § 240 Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit
Rechtsstand: September 2026. Die Dread-Disease-Versicherung ist gesetzlich nicht eigens geregelt; versicherte Krankheiten, Schweregrade, Warte- und Karenzzeiten ergeben sich aus den Bedingungen des jeweiligen Tarifs. Gesetzliche Erwerbsminderungsrente nach §§ 43 und 240 SGB VI.